Aufruf von Adolf Hitler vom 26.02.1925, Aufruf zur Bildung eines Pressefonds

Vorgeschichte & Ursachen

Siehe Hitlerputsch.

Siehe Neugründung der NSDAP.

Aufruf von Adolf Hitler vom 26.02.1925, Aufruf zur Bildung eines Pressefonds

Text des Aufrufs:[1]Hitler, Adolf: Aufruf zur Bildung eines Pressefonds, 1925, in: Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.), Hitler, Adolf. Reden, Schriften, Anordnungen, Bd. 1, München; New York; London; Paris; Saur: K. … Weiterlesen

Parteigenossen und Parteigenossinnen! Anhänger und Freunde unserer Bewegung!

Mit dem 9. November 1923 verlor die nationalsozialistische Bewegung außer der organi­satorischen Form auch das Hauptorgan ihrer Presse, den Münchner “Völkischen Beob­achter”.

Wenn man den Wert einer Zeitung an dem Haß ihrer Gegner messen kann, dann war sie die wertvollste in Deutschland. Über kein Blatt ergoß sich so der Haß aller Ju­den und Juden[he]tzer, all der marxistischen Novemberverbrecher, Barmat- und Kutisker-Naturen, als über das Organ der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter­ Partei, den “Völkischen Beobachter”.

Die bestgehaßte Zeitung im Lande.

Nach mehr als einem Jahre muß nun die Bewegung darangehen, aus dem Nichts sich abermals eine Tageszeitung zu schaffen, andernfalls würde ihr die heute beste und wir­kungsvollste Waffe fehlen.

Es vergesse kein Deutscher, daß aus mehr denn 15.000 jüdischen Organen tagtäglich die Lüge und der Verrat über unser Volk hinströmen.

Was aber kann dem entgegengesetzt werden?

Heute noch fast nichts.

Der “Völkische Beobachter” als Zentralorgan der Nationalsozialistischen Bewegung Großdeutschlands, soll diese nicht nur in ihrem Kampfe nach außen unterstützen, son­ dern auch mithelfen, im Innern der Bewegung jene einheitliche Richtung tonangebend zu bestimmen, ohne die eine innere Einheit der Partei nicht denkbar wäre.

Aus diesem Grunde fordere ich die Anhänger der Bewegung auf, sich an der Bildung des Pressefonds zu beteiligen und nach Kräften zu seinem Wachstum beizusteuern.

Es bedenke jeder, wie klein das Opfer ist, das von ihm gefordert wird, im Verhältnis zu dem, das viele der Besten aus unsern Reihen schon brachten!

Jeder Parteigenosse, der für seine Überzeugung auch nur eine Stunde in das Gefängnis wandern mußte, hat ein größeres Opfer gebracht, als Geld es jemals bringen könnte.

Will man aber erst das Opfer der Toten messen?


Ich erwarte von den Angehörigen der Bewegung, daß sie mich in die Lage setzen, schon vom nächsten Monat an den “Völkischen Beobachter” wieder als Tageszeitung er­scheinen lassen zu können.

Ich hoffe, daß der Bewegung die Schande erspart bleibt, Leihgeld aufnehmen zu müssen zum Aufbau eines Organs, das in erster Linie berufen ist, den Kampf gegen die Finanzversklavung unseres Volkes zu führen.

München, den 26. Februar 1925

Adolf Hitler

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Quellenangaben

Quellenangaben
1 Hitler, Adolf: Aufruf zur Bildung eines Pressefonds, 1925, in: Institut für Zeitgeschichte (Hrsg.), Hitler, Adolf. Reden, Schriften, Anordnungen, Bd. 1, München; New York; London; Paris; Saur: K. G. Saur Verlag GmbH & Co. KG 1992, S. 6-7.

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