Dokument Nr. 110 des polnischen Weißbuchs

Das Dokument Nr. 110 aus dem polnischen Weißbuch ist ein Teil eines Telegramms, welches am 31. August 1939 vom polnischen Außenminister Josef Beck an den polnischen Botschafter in Berlin Józef Lipski gesendet wurde.[1]Republic of Poland, Ministry of Foreign Affairs (Hrsg.): Official documents concerning Polish-German and Polish-Soviet relations. 1933-1939, London; Melbourne: Hutchinson & Co. Ltd. 1940, … Weiterlesen Das Telegram ist im Weißbuch nicht vollständig enthalten, der Rest des Telegramms findet sich in Jósef Lipskis Memoiren.[2]Jędrzejewicz, Wacław (Hrsg.): Diplomat in Berlin 1933-1939. Papers and Memoirs of Józef Lipski, Ambassador of Poland, New York; London: Columbia University Press 1968, Document 161, S. 572.

Die erste Hälfte des Telegramms weißt den Botschafter an gegenüber dem deutschen Außenministerium Verhandlungswillen zu signalisieren.[3]Republic of Poland, Ministry of Foreign Affairs (Hrsg.): Official documents concerning Polish-German and Polish-Soviet relations. 1933-1939, London; Melbourne: Hutchinson & Co. Ltd. 1940, … Weiterlesen[4]Jędrzejewicz, Wacław (Hrsg.): Diplomat in Berlin 1933-1939. Papers and Memoirs of Józef Lipski, Ambassador of Poland, New York; London: Columbia University Press 1968, Document 161, S. 572. Die zweite Hälfte weißt den Botschafter jedoch an jegliche deutschen Vorschläge weder anzunehmen noch zu diskutieren.[5]Jędrzejewicz, Wacław (Hrsg.): Diplomat in Berlin 1933-1939. Papers and Memoirs of Józef Lipski, Ambassador of Poland, New York; London: Columbia University Press 1968, Document 161, S. 572.

Text des Telegramms aus dem polnischen Weißbuch (Übersetzung): [6]Republic of Poland, Ministry of Foreign Affairs (Hrsg.): Official documents concerning Polish-German and Polish-Soviet relations. 1933-1939, London; Melbourne: Hutchinson & Co. Ltd. 1940, … Weiterlesen

Bitte fordern Sie in Bezug auf Ihre Berichte eine Unterredung mit dem Außenminister oder dem Staatssekretär an und teilen Sie ihm dies wie folgt mit:

Gestern Abend wurde die polnische Regierung von der britischen Regierung über einen Meinungsaustausch mit der Reichsregierung über die Möglichkeit einer direkten Verständigung zwischen der polnischen und der deutschen Regierung unterrichtet.

Die polnische Regierung prüft den Vorschlag der britischen Regierung positiv und wird ihr spätestens in den nächsten Stunden eine formelle Antwort zu diesem Thema geben.

Text des Telegramms aus Jósef Lipskis Memoiren (Übersetzung): [7]Jędrzejewicz, Wacław (Hrsg.): Diplomat in Berlin 1933-1939. Papers and Memoirs of Józef Lipski, Ambassador of Poland, New York; London: Columbia University Press 1968, Document 161, S. 572.

Bitte fordern Sie in Bezug auf Ihre Berichte eine Unterredung mit dem Außenminister oder dem Staatssekretär an und teilen Sie ihm dies wie folgt mit:

Gestern Abend wurde die polnische Regierung von der britischen Regierung über einen Meinungsaustausch mit der Reichsregierung über die Möglichkeit einer direkten Verständigung zwischen der polnischen und der deutschen Regierung unterrichtet.

Die polnische Regierung prüft den Vorschlag der britischen Regierung positiv und wird ihr spätestens in den nächsten Stunden eine formelle Antwort zu diesem Thema geben.

Ende der Erklärung für das Außenministerium. Nächste Passage zur Information des Botschafters.

Bitte beteiligen Sie sich nicht an konkreten Diskussionen, und wenn die Deutschen konkrete Forderungen stellen, sagen Sie, sie seien nicht befugt, sie anzunehmen oder zu diskutieren und müssen Ihre Regierung um weitere Anweisungen bitten.

Quellenangaben

Quellenangaben
1, 3, 6 Republic of Poland, Ministry of Foreign Affairs (Hrsg.): Official documents concerning Polish-German and Polish-Soviet relations. 1933-1939, London; Melbourne: Hutchinson & Co. Ltd. 1940, Document No. 110, S. 119.
2, 4, 5, 7 Jędrzejewicz, Wacław (Hrsg.): Diplomat in Berlin 1933-1939. Papers and Memoirs of Józef Lipski, Ambassador of Poland, New York; London: Columbia University Press 1968, Document 161, S. 572.

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