Mindestlohn

Ein Mindestlohn ist eine Art von Mindestpreis (siehe Preispolitik), die Arbeitgeber dazu verpflichtet ihren Arbeitnehmern ein Lohn zu zahlen, der größer oder gleich dem festgelegten Mindestlohn ist.

Formen von Mindestlöhnen:

  • Tariflöhne kommen durch Verhandlungen zwischen Gewerkschaften (repräsentieren Arbeitnehmer) und Arbeitgeberverbänden (repräsentieren Arbeitgeber) zusammen.
  • Staatliche festgelegte Mindestlöhne können durch einen allgemeinen Mindestlohn oder durch das Tarifvertragsgesetz. Ein Mindestlohn, der über dem Gleichgewichtslohn liegt führt zu klassischer Arbeitslosigkeit. Ein staatlich festgelegter Mindestlohn kann zur Bekämpfung von allokativen Marktversagen verwendet werden:
    • Instabilität des Arbeitsmarktgleichgewichts durch inversen Verlauf des Arbeitsangebots
    • Nichtexistenz des Arbeitsmarktgleichgewichts durch asymmetrische Informationen in verschiedenen Segmenten des Arbeitsmarktes. Der Mindestlohn verhindert, dass der Lohn bei einem Überschuss an Arbeitsangebot auf Null fällt. Gleichzeitig wird der Mindestlohn so angesetzt, dass der Überschuss an Arbeitsangebot so gering wie möglich ist.
    • kein vollkommener Markt und damit auch keine vollständige Konkurrenz durch Inhomogenität des Arbeitsmarktes. Ein Monopsonist nimmt den Lohn nicht als gegeben an, sondern drückt ihn nach unten.
  • Arbeitslosengeld kann als indirekter Mindestlohn wirken.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.